Frau Dr. Amelie Erbler - Kinderärztin in Düsseldorf gibt Tipps zum Thema Dellwarzen

Dellwarzen bei Kindern

Dellwarzen sind ungefährlich, aber sehr ansteckend

Kennen Sie diese Situation? Ihr Kind hat nach fröhlichen Schwimmbadbesuchen plötzlich vereinzelt kleine Papeln und Dellen auf der Haut, die nur gelegentlich jucken, aber unschön aussehen – und vor allem noch sehr ansteckend sind! Hierbei handelt es sich um Dellwarzen, die besonders oft bei Kindern auftreten. Ausgelöst werden sie durch die Infektion mit Viren. Was genau dahintersteckt und wie die Dellwarzen behandelt werden können, erklären wir Ihnen in diesem Blog-Artikel.

Was sind Dellwarzen?

Die sogenannten Mollusken werden durch das Molluscum Contagiosum-Virus ausgelöst. Hat sich das Kind damit infiziert, treten nach ungefähr zwei bis sieben Wochen etwa drei bis sechs Millimeter große Papeln/Dellen auf der Haut auf. Nach ein paar Tagen weisen sie einen weichen Kern und eine weißliche Farbe auf.

 

Grundsätzlich können die Dellwarzen an allen Körperstellen vorkommen. Bei Kindern findet man sie meist im Gesicht, an den Unterarmen, den Hüften und im Nacken. Bei Jugendlichen und Erwachsenen treten Dellwarzen hingehen eher im Genitalbereich auf.

 

Der Hautausschlag führt in der Regel zu keinerlei Beschwerden, er ist nur nicht sonderlich attraktiv und sehr langwierig. Es können mehrere Wochen oder sogar Monate vergehen, bis er wieder vollkommen abgeheilt ist. Zudem ist die Hauterkrankung sehr ansteckend.

Übertragungswege von Dellwarzen

Dellwarzen lassen sich leicht verbreiten – die Infektionswege sind einfach. Ein enger Körperkontakt, das Verwenden derselben Waschlappen und Handtücher oder Kleidungsstücke kann zu einer Übertragung des Virus führen. Häufig sind Kinder, die Kontaktsportarten betreiben oder viel im Schwimmbad und Hallenbad sind, von Dellwarzen betroffen.

 

Die Ansteckung ist einfach: Durch die infektiöse Flüssigkeit, die die Papeln beinhalten, kann das Molluscum-Contagiosum-Virus schnell von einer Person zur anderen übertragen werden. Und nicht nur das – durch Verteilen der Flüssigkeit auf der Haut (z.B. durch Aufkratzen der Papeln und Verwischen des Inhalts ohne Säuberung) können sich die Dellwarzen auf der Haut vermehren und an anderen Stellen auftreten.

Behandlung von Dellwarzen bei Kindern

Da Dellwarzen meistens keine Beschwerden verursachen, müssen sie nicht zwangsläufig behandelt werden. Dies ist der Fall, wenn die Mollusken an weniger störenden/sichtbaren Stellen des Körpers auftreten und das Kind nicht weiter beeinträchtigen. Hat Ihr Kind ein gut ausgebildetes Immunsystem, bilden sich die Dellwarzen meist von allein zurück.

 

Anders verhält es sich jedoch, wenn der Hautausschlag schmerzen, stark jucken oder sich entzünden sollte, da das Kind daran gekratzt hat und Bakterien in die kleinen Wunden eingedrungen sind. In manchen Fällen schämen sich Kinder auch für die roten Flecken auf ihrer Haut – vor allem, wenn sie im Gesicht auftreten. Das kann zu einer psychischen Belastung und sozialer Ausgrenzung führen.


Mittel der Wahl ist eine abwartende Haltung, da die Dellwarzen meist von allein nach 6-18 Monaten wieder verschwinden. Wichtig ist, die gesunde Haut gut zu pflegen, denn sie breiten sich auf trockener Haut schneller aus.

 

Es gibt aber auch ein paar Möglichkeiten, Dellwarzen medizinisch zu behandeln. Wir verschreiben Ihnen gerne eine Tinktur, die täglich aufgetragen werden soll. Beim Hautarzt können die Dellwarzen nach Desinfektion und örtlicher Betäubung mit einem scharfen Löffel abgeschabt oder mithilfe einer feinen Pinzette ausgedrückt werden. Danach werden die behandelten Areale erneut desinfiziert.

Kinderarzt Düsseldorf: Dellwarzen bei Kindern: Wann zum Arzt?

Generell gilt: Lieber ein Besuch beim Arzt zu viel als zu wenig! Wenn Ihr Kind an roten Flecken auf der Haut leidet und Sie sich unsicher sind, womit Sie es zu tun haben, sollten Sie auf jeden Fall einen Termin bei uns vereinbaren. Wir sehen uns den Ausschlag an und stellen die richtige Diagnose. Sollte es sich um Dellwarzen handeln, werden wir Sie gerne beraten und auch behandeln.

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